Thermisch gestützte Umformprozesse
Um die Effizienz des Warmumformprozesses zu steigern und gleichzeitig Bauteile mit neuer Qualität zu schaffen beschäftigen wir uns mit der Entwicklung neuartiger Verfahren zum Umformen von Hochfestmaterialien (höchstfeste Stähle, Titanlegierungen, hochfeste Al-Legierungen). Dabei kommt vorgelagerten innovativen Wärmebehandlungsverfahren eine besondere Bedeutung zu. Sie schaffen die Voraussetzung für energieeffiziente Prozessketten für das ofenfreie Warmumformen mit deutlich verkürzten Zykluszeiten und zudem für eine gezielte thermische Einstellung der Werkstoffeigenschaften.
Mit unserem neuen Ansatz lassen sich die Änderungen der Werkstoffeigenschaften, wie sie durch thermische Einflüsse im Werkstoff während der Wärmebehandlung auftreten, abbilden. So können z.B. die Temperaturentwicklung, die Phasenumwandlungen sowie die damit verbundenen Werkstoffeigenschaften sicher prognostiziert werden. Diese ermöglich eine Vorhersage des Werkstoffverhaltens während des Ver- und Bearbeitungsprozesses.
Durch Einsatz des von uns entwickelten Wärmebehandlungsverfahrens können Bauteile mit maßgeschneiderten Produkteigenschaften erzeugt werden: Das Verfahren ermöglicht es, unterschiedliche Werkstoffeigenschaften innerhalb einer Platine einzustellen und so Bauteile in einem Arbeitsgang zu realisieren, die gleichzeitig leicht und hoch belastbar sind.
Die Verifizierung und Erprobung der entwickelten Lösungen finden im unserem Technikum auf einer 2.500 t Hydraulikpresse und einer 250 kW-Induktionsanlage statt.
Leistungsspektrum
- Entwicklung innovativer Prozessketten für das Warmumformen
- Ermittlung umformtechnisch relevanter Werkstoffeigenschaften im Zusammenhang mit einer Wärmebehandlung
- Formänderungsanalyse umgeformter Bauteile und Abgleich des experimentellen Ergebnisses mit den Simulationsuntersuchungen
- Werkstoff- und prozessgerechte numerische Berechnungen für Wärmeleitung, Thermomechanik, thermodynamische Eigenschaften






