Leichte Autos dank Magnesium
Neue Halle für die Neue Materialien Fürth GmbH


Die zweite Technologiehalle der Neuen Materialien Fürth GmbH wurde gestern auf dem ehemaligen Grundig-Areal eingeweiht. Geschäftsführer Prof. Robert Singer (rechts) hat weitere Expansionspläne. Fotos: lannicelli
VON MARKUS KAISER
FÜRTH - Die Neue Materialien Fürth GmbH hat gestern ihre zweite neu gebaute Forschungshalle auf dem ehemaligen Grundig-Areal in Fürth offiziell eingeweiht.
FÜRTH - Die Neue Materialien Fürth GmbH hat gestern ihre zweite neu gebaute Forschungshalle auf dem ehemaligen Grundig-Areal in Fürth offiziell eingeweiht.
In der Technologiehalle, in der noch nicht gearbeitet wird und deren Anlage erst am 1. Juli geliefert wurde, sollen Teile aus Magnesium gegossen werden, erklärt Prof. Robert Singer von der Universität Erlangen, zugleich Geschäftsführer der Neue Materialien Fürth GmbH. Vor allem Automobilteile, wie ein Motorblock, sollen in der neuen Maschine gegossen werden. „Das Verfahren ist für uns nichts Neues", erklärt Singer, „aber die Anlage ist dreimal größer als unsere bisherige." Die Halle ist bis auf die eine große Anlage noch relativ leer. „Gedanklich ist die Halle aber schon voll eingeräumt", meint Singer, der eine weitere Expansion seines Unternehmens für anwendungsorientierte Forschung nicht ausschließt.
Auch Laptop- oder Bohrergehäuse aus Magnesium könnten mit dieser neuen Spritzanlage gegossen werden. Magnesium ist ein Leichtmetall. Wenn dieses bei Autos verwendet wird, versprechen sich die Wissenschaftler dadurch einen geringeren Spritverbrauch.
Für Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung (SPD) ist die zweite Technologiehalle ein Beweis dafür, dass sich Fürth noch stärker als Wissenschaftsstadt etabliert. Ein großes Plus sei dabei die enge Verzahnung von Forschung und Industrie. „So verfügt die Neue Materialien Fürth GmbH zum Beispiel über Fertigungsanlagen, mit denen Kleinserien und Prototypen produziert werden." Dies bedeute, dass die erarbeiteten Ergebnisse direkt an die Unternehmen weitergegeben werden könnten.
Im Technikum Fürth sind neben der Neue Materialien Fürth GmbH noch das Zentralinstitut für Neue Materialien und Prozesstechnik der Uni Erlangen sowie eine Projekt-gruppe des Erlanger Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen untergebracht, das derzeit ein eigenes Gebäude in Atzenhof baut.



