Material Innovativ 2011 in der Stadthalle Fürth
Eine Bühne für wichtige Teilchen

In der Stadthalle gehörte die Aufmerksamkeit vielen kleinen Teilen, die im Maschinenbau und in der Medizintechnik eine große Rolle spielen. F.: Leberzammer
VON ARMIN LEBERZAMMER
Zum dritten Mal hat das Symposium "Material Innovativ" in der Stadthalle gastiert und großen Anklang gefunden. Die Organisatoren zählten über 300 Anmeldungen bei der zehnten Auflage der Veranstaltung rund um neue Materialien, Werkstoffe und Technologien in Automobilbau, Luft- und Raumfahrt sowie Energietechnik.
FÜRTH -„Alles ist Materie", fasste Professor Johannes Nassauer, Geschäftsführer der veranstaltenden Bayern Innovativ GmbH, die Bedeutung der Tagung zusammen. Sie habe sich zu einer der bekanntesten Plattformen für Wirtschaft und Wissenschaft weit über Bayern hinaus entwickelt. Fürth sei mit dem Kompetenzzentrum Neue Materialien und ortsansässigen Firmen wie Kurz oder Uvex mit ihrem breiten Werkstoffspektrum der richtige Ort für das hochkarätig besetzte Symposium.
Oberbürgermeister Thomas Jung zeigte sich geehrt, „dass die Spitze der Forschung in der Wissenschaftsstadt Fürth zusammenkommt" - insbesondere nach der „aufregenden Zeit" in Folge der Quelle-Insolvenz. Die Entscheidung, sich nicht auf den Dienstleistungssektor zu beschränken, sondern weiter auf das produzierende Gewerbe zu setzen, habe sich als richtig erwiesen: „Es wird an allen Ecken und Enden produziert, und dafür sind Materialien nötig."
Für die bayerische Staatsregierung stellte Ulrich Weishaupt, Leiter des Referats Technologieförderung, die Bedeutung der Branche heraus. „Fahrzeugbau geht heute nicht mehr ohne Faserverbundstoffe wie sie auf diesem Symposium behandelt werden." Selbst das „riesige Feld der Informationstechnologie" sei sehr stark von den Entwicklungen im Materialbereich abhängig. Fachkräfte, Rohstoffe und Innovationen - das sind seiner Ansicht nach die entscheidenden Faktoren für ökonomischen Fortschritt in Ballungszentren und auf dem flachen Land. In Deutschland hängen rund fünf Millionen Arbeitsplätze von der Materialbranche ab, etwa eine Million davon arbeiten in 4000 Betrieben in Bayern.
Parallel zu der Tagung bot die Stadthalle Raum für eine Fachausstellung, die Unternehmen und Institutionen nutzten, um sich dem Fachpublikum zu präsentieren. Aus Cadolzburg war beispielsweise die Firma CrossLink Faserverbundtechnik mit einem eigenen Stand vertreten. „Bei den vergangenen Symposien waren wir noch Besucher, in Fürth wollten wir natürlich Flagge zeigen", erklärt Stefan Räder, der gemeinsam mit CrossLink-Geschäftsführer Christian Fuchs Rede und Antwort stand.
Zur Teilnahme entschlossen habe man sich vor allem, um Kontakte zu pflegen und technische Neuerungen aufzugreifen. Zu den Kunden der seit 1995 bestehenden GmbH mit 120 Mitarbeitern zählen unter anderem die Automobil- und Maschinenbaubranche sowie Hersteller von Medizintechnik.



