Herstellung von Bauteilen durch Magnesium-Spritzgießen
Beim Spritzgießen von Magnesium wird - ähnlich wie beim Spritzguss von Polymerwerkstoffen - Magnesiumgranulat beim Transport in einer Schnecke in den teilflüssigen oder vollflüssigen Bereich aufgeheizt und dabei ständig geschert. Anschließend wird die Metallschmelze unter hohem Druck in die Kavität des Gießwerkzeuges eingespritzt.
Verfahrensvorteile gegenüber konventionellem Druckgießen
- Geringere Porosität / geringerer Ausschuss
- Engere Toleranzen / weniger Nacharbeit
- Kürzere Taktzeiten / weniger Rücklaufmaterial (Heißkanal)
- Verringerte Heißrissneigung
- Höhere Werkzeugstandzeit
- Weniger Wartung
- Dünnwandigere Bauteile d. bessere Temperaturkontrolle
- Neue Legierungen mit höherer Warmfestigkeit
- Flexiblerer Legierungswechsel
- Umweltfreundlich (Schutzgas, Energie)
- Kompatibel mit Kunststofffertigung
Magnesiumspritzgießen bei NMF
Bei NMF werden zwei Mg - Spritzgießmaschinen mit einer Schließkraft von 220 t bzw. 650 t betrieben, die Schussgewichte bis 660 g bzw. 1700 g erlauben. Die entsprechenden Peripheriegeräte für vollautomatischen Betrieb der Anlage sind ebenfalls vorhanden.
Anhand von komplexen Bauteilgeometrien wird bei NMF ein Vergleich zu konventioneller Gießtechnik hergestellt und das Potential der neuen Technik für den Automobilbau, die Luftfahrtindustrie, die Medizintechnik und die Elektronikindustrie untersucht. Dazu werden u.a. Kleinserien verschiedenster Bauteile hergestellt. Weitere Schwerpunkte bei NMF betreffen die Oberflächentechnik von Magnesium, die Rheologie und die Weiterentwicklung der Technik. Hier sind z.B. neue Legierungen, partikel- und faserverstärkte Bauteile oder die Heißkanaltechnik zu nennen.






