Nadler baut an der Werkstoffregion
Wie Förderung wirkt und warum sie weiter gehen muss
Bayreuth. Die wirtschaftliche Entwicklung der Region macht einen Schwerpunkt im Wahlkampf des Bayreuther CSU-Landtagsabgeordneten Walter Nadler aus.
Bei einem Besuch des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Günther Beckstein am Mittwoch zunächst im Kompetenzzentrum Neue Materialien, danach zu einer Wahlkampfkundgebung in der Rotmainhalle unterstrich Nadler die Position Oberfrankens als Werkstoffregion. Mit dem Kompetenzzentrum und dem Friedrich-Bauer-Institut, das neue Materialien für den medizinischen Anwendungsbereich entwickelt und dafür modernste Ausstattung braucht, sei Bayreuth gut aufgestellt. „Wir sehen Ausgründungen aus den Forschungseinrichtungen und wir sehen, dass Jobs entstehen" - über 130 allein am Kompetenzzentrum, weitere kommen hinzu. Nadler: „Die Unterstützung der Bayerischen Staatsregierung war und ist richtig."
Sie müsse nunmehr fortgesetzt werden. Der Landtagsabgeordnete betonte die Notwendigkeit der Weiterentwicklung der Polymerforschung an der Universität Bayreuth, wie sie auch das Entwicklungskonzept der Wirtschaftskammern und der Stadt vorsieht. Oberfranken soll eine Werkstoffregion von Rang werden - ein Ansatz, den Nadler klar unterstützt, wie sich auch in seiner Wahlkampfrede am Abend in der Rotmainhalle zeigte.
Aus dem Programm Bayern-Fit der Staatsregierung habe Bayreuth 3,75 Millionen Euro erhalten. Weitere rund zwölf Millionen seine notwendig. Und: Im Zusammenhang mit dem Ausbau der Fraunhofer-Projektgruppe zu einem Institut brauche Nordostbayern einen Förderrahmen: „Einen Sondertopf aus dem Projekte und Investitionen mitfinanziert werden können." Damit könnten auch EU-Fördermittel in greifbarere Nähe rücken.
Rückenwind aus München
Der Landtagsabgeordnete betonte ausdrücklich, dass der Freistaat den Raum Bayreuth bereits stark unterstützte. 12,5 Millionen Euro in der abgelaufenen Legislaturperiode für die Schlösser, neun Millionen für die neue Einsatzzentrale der Polizei, 40 Millionen und eine Zusage über weitere elf Millionen für die Krankenhäuser, 16 Millionen für das Gymnasium Pegnitz, Unterstützung für die Stadtkirche, deren Sanierung noch zehn Millionen Euro verschlingen werde - die Liste ließe sich fortsetzen. „Diese Zahlen strafen jene Lügen, die immer streuen, Oberfranken werde gegenüber den Ballungsräumen benachteiligt", so Nadler. Richtig sei vielmehr: „Die Fördermittel zahlen sich aus." Ablesbar sei dies auch an der Arbeitslosenquote, die mit 5,3 Prozent lange nicht mehr so niedrig gewesen sei.
Was auch zählt, ist der persönliche Draht. Dass ein bayerischer Ministerpräsident einfach mal so beim Saaser Waldfest vorbei schaut - so geschehen erst vor ein paar Tagen -, und dass dies beileibe nicht der einzige Besuch in Bayreuth gewesen war, das sei schon außergewöhnlich. Nadler: „So stellen wir uns einen fränkischen Ministerpräsidenten vor." fs
Quelle: Nordbayerischer Kurier vom 29.08.2008. Download



