Eröffnung des Kunstrasenplatzes im Hans-Walter-Wild-Stadion
Am heutigen Mittwoch um 18.30 Uhr wird der neue Nebenplatz mit einem Einlagespiel eingeweiht
Ende 2008 begann die Stadt Bayreuth mit der Renovierung des Nebenplatzes im Hans-Walter-Wild-Stadion. Am heutigen Mittwoch um 18.30 Uhr wird der neue Kunstrasenplatz mit einer kleinen Einweihungsfeier und einem Einlagespiel einer Stadt- gegen eine Landkreisauswahl seiner Bestimmung übergeben. Damit ist ein weiterer Baustein des vom Stadtrat beschlossenen Sanierungskonzepts für das Stadion umgesetzt worden. Das Besondere: Die Stadt Bayreuth verzichtete auf einen normalen Kunstrasen und entschied sich für eine Innovation: Einen Kunstrasen, der aus dem vielseitigen und zukunftsweisenden Schaumstoff EPP (expandiertem Polypropylen) besteht. "Die Stadt Bayreuth hat mit dem ersten im EPP-Verfahren errichteten Kunstrasen Deutschlands einen Vorzeige- und Referenzplatz geschaffen, der seines Gleichen sucht. Er ist das Ergebnis qualifizierter Entwicklungsarbeit im Bayreuther Kompetenzzentrum für Neue Materialien Bayreuth, das mit diesem Produkt seinen Ruf als hochkarätige Ideenschmiede einmal mehr gerechtgeworden ist", zeigt sich Bayreuths Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl begeistert. "Das Arbeitsgebiet EPP, mit dem sich das Kompetenzzentrum Neue Materialien Bayreuth seit 2002 befasst, ist ein typisches Beispiel für das Wirken der Neuen Materialien Bayreuth auf innovativen Technologiefeldern: Wir entwickeln für die kooperierenden Insustriepartner viele, verbesserte Verfahrenstechniken, mit denen Formstoffe energiesparend, kostengünstig und eigenschaftsverbessert produziert werden können", so Dr. Dieter Kunz, Geschäftsführer Neue Materialien Bayreuth, weiter.
Wolfgang Dressel, Sportamtsleiter Christian Möckel sowie die Platzwarte Armin Wandzik, Stefan Küfner und Ralf Böhner sind stolz auf den neuen Kunstrasenplatz.
Die Innovation aus EPP bekommt man eigentlich gar nicht zu sehen. Denn das elastische Schaumstoff-Polster "versteckt sich" unter einem Dickicht von grünen Rasenfasern. Schließlich besticht der Schaumstoff durch sein verzögertes Rückstellvermögen. "Diese vorteilhafte Eigenschaft des EPP", erklärt Christian Traßl, Geschäftsführer des EPP-Forums, "verringere die Muskel- und Gelenksbelastung der Fußballspieler". Der EPP-Kunstrasen ist darüber hinaus witterungsbeständig und garantiert allen Fußballvereinen, aber auch dem Schulsport sehr gute Trainings- und Sportmöglichkeiten. "Verwerfungen, Löcher und Grasschollen sind mit dem EPP-Kunstrasen Geschichte", so Traßl weiter. "Gerade in der Ubergangszeit im Frühjahr, wenn das Tauwetter einsetzt, wird der Kunstrasen ein großer Vorteil sein", ist Sportamtsleiter Christian Möckel überzeugt. Auch die Pflege ist ein Kinderspiel: Der Rasen braucht nur abgesaugt und abgebürstet werden. "Seine geringen Wartungs- und Pflegekosten sowie seine Langlebigkeit machen den EPP-Kunstrasen günstiger als einen normalen Kunstrasen - ein wichtiger Vorteil in Zeiten knapper Kassen", betont Christian Traßl. "Problematisch wird es allerdings, wenn die Sportler Kaugummis ausspucken, die die Strukturen des Rasens verkleben. Hierdurch können Schäden entstehen, die nicht so leicht zu beheben sind", so Christian Möckel weiter. Für die Pflege stehen die drei Platzwarte Armin Wandzik, Stefan Küfner und Ralf Böhner bereit, damit der Kunstrasen sich immer im optimalen Zustand für die Sportler befindet. ae
Quelle: Nordbayerischer Kurier vom 13.05.2009 (pdf, 990 kb)




